Die Philharmonie vorstellen | Die Referenz
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Die Philharmonie vorstellen


Amptown System Company stattet den Pavillon Elbphilharmonie mit Medientechnik aus.

Im Rahmen der Neubaumaßnahme Hamburger HafenCity entsteht mit der Elbphilharmonie Hamburgs neues Wahrzeichen: Eine Konzerthalle, die den Anspruch hat, sich weltweit zu einer der besten Spielstätten zu entwickeln. Um die Baumaßnahme bereits im Vorfeld einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen, beauftragte der Bauherr, die ReGe Hamburg Projekt-Realisierungsgesellschaft mbH, das Hamburger Architekturbüro Studio Andreas Heller, einen Pavillon Elbphilharmonie zu entwickeln und zu errichten. Hier können sich seit Oktober 2008 Interessierte über die wohl spektakulärste Baustelle Hamburgs informieren. Verantwortlich für die technische Ausstattung des Pavillons mit Ton und Videotechnik ist die  Hamburger Amptown System Company unter der Projektleitung von Michael Staats.

Studio Andreas Heller entwarf die puristische, dreigeschossige, elegante Infobox aus Glas und Stahl, die auf den Magellanterrassen, dem belebtesten Platz der HafenCity liegt, mit direkter Sichtachse auf die Baustelle. Bauherr des Pavillons ist die ReGe Hamburg Projektrealisierungsgesellschaft mbH. Das Projekt dient dem Ziel, dem weltweiten, öffentlichen Interesse an der Bauentwicklung zu entsprechen und sowohl nationalen Gästen als auch internationalen Touristen in zweisprachiger Form Informationen zum aktuellen Entwicklungsstand des Bauprojektes „Elbphilharmonie“ zu geben.

Der Baukörper des Pavillons ist ein sogenannter "Fliegender Bau", der im unteren Drittel mit Stahlplatten verkleidet ist und dessen obere zwei Drittel aus großen Glasscheiben bestehen. Durch Lichtinszenierungen scheint der Baukörper über den Magellanterrassen zu schweben.

Die Ausstellung des Pavillons ist zweigeteilt und befindet sich im Erdgeschoss des Gebäudes. Auf der einen Seite des Durchgangs kann der Besucher sich mit Filmen, Ausstellungsstücken und Informationstafeln über die Historie des Standortes, die Architektur und zukünftige Nutzung informieren. Der zweite Teil der Ausstellung widmet sich den musikalischen Inhalten, dem Musikerlebnis und zukünftigem Programm, das nicht nur klassische Musik beinhalten wird, sondern auch für Jazz, Pop und Weltmusik offen ist.

Das erste Obergeschoss dient als Veranstaltungs- und Tagungslocation und bietet mit seiner Rundum Verglasung einmalige Ausblicke. Interessierte Gruppen und Firmen können diese Räumlichkeit für besondere Anlässe mieten.

Besonderer Publikumsmagnet ist das 1:10-Akustik-Modell des Großen Saals der Elbphilharmonie im 2. Obergeschoss, das den Musikbegeisterten schon jetzt einen einzigartigen Raumeindruck der architektonischen Konzeption vermittelt. Optisch hebt sich die hölzerne Konstruktion des Modells von der Stahl-/Glaskonstruktion des Pavillons ab. Die Idee von Studio Andreas Heller ist, dass der Pavillon in Haptik, Oberfläche und Erscheinungsbild einem Musikinstrument gleichen soll und darüber hinaus den avantgardistischen Rahmen für das Akustik-Modells des Konzertsaales bildet.


Michael Staats, Projektleiter Amptown System Company, erläutert den Aufgabenbereich von ASC: „Das Studio Andreas Heller hat an uns die Anforderung gestellt, den Pavillon technisch für unterschiedliche Anforderungen auszurüsten. Von außen sollte die Fassade als echter Hingucker wirken. Dafür hat der Architekt die künstlerische Idee einer technischen Bespielung mit Audio- und Videoinhalten vorgesehen. Aufgrund der unmittelbaren Lage am Wasser musste die Technik vorab so präpariert werden, dass sie wechselnden Temperaturen und Korrosion standhält. Wir haben für den Outdoor-Bereich perfekt ausgerüstete Lautsprecher und Bildschirme als wetterfesten Bestandteil in die Fassade integriert. Auf diese Weise werden die Sinne des Besuchers schon vor Eintritt von außen optisch und akustisch angeregt. Diese Anlage läuft im permanenten 24-Stunden-Betrieb und funktioniert ohne zusätzlichen Personalaufwand. In Notsituationen, wie etwa nach einem Stromausfall setzt sie selbständig wieder ein.

Ein Ziel war, die Ausstellung medientechnisch optimal zu begleiten. Im ersten Obergeschoss kann die Veranstaltungsfläche mit wechselnden Ausstellungen und Installationen bespielt werden. Zuletzt war die Dokumenta12-Installation „Mimondo Multiplo“ der Künstlerin Olga Neuwirth vom 24. März bis 17. April zu Gast. Sie thematisierte den Schöpfungsgang vom Schreiben, Komponieren und Skizzieren ihres Trompeten-Musikwerkes. Die Installation setzte sich aus mehreren Tonquellen zusammen, die unterschiedliche akustische Zustände erzeugten und wurde zusammen mit einem Film der Künstlerin realisiert. ASC hat diese Klang-Filminstallation von der technischen Seite gemeinsam mit Ihrem Sounddesigner und Klangkünstler Peter Plessas als Multikanal-Audioinstallation im Pavillon umgesetzt.

Schließlich ist der Pavillon auch ein attraktiver Veranstaltungsort. Dafür steht den Künstlern eine Beschallungsgrundausstattung zur Verfügung, die aus einer drahtlosen Mikrofonsendeanlage, einem Audiomischpult und einer Lautsprecheranlage besteht.

Fotos und Copyright: Oliver Heissner

www.amptown-system.com