ISE 2011: Sascha Khelifa

Auf der ISE: Sascha Khelifa von Meyer Sound freut sich über den Impuls 3D.
Herr Khelifa, wie oft waren Sie schon in Amsterdam?
Sascha Khelifa: Das ist jetzt das erste Mal für mich auf der ISE. Wir haben uns bisher immer mehr auf die Prolight + Sound konzentriert, unser amerikanisches Mutterhaus ist von Beginn an, also 2004 auf der ISE präsent. Chris Wiedenbeck, unser Installation Sales Manager, beschäftigt sich natürlich auch intensiv mit dieser interessanten Sparte unserer Industrie. Privat war ich natürlich schon öfter hier.
Wann und wie sind Sie angereist?
Khelifa: Wir sind am Montag gemeinsam mit dem Auto gekommen, das ist für uns die günstigste Alternative zum mittlerweile doch recht teuren ICE.
Wie entwickelt sich die Messe, und wie entwickelt sich Ihre Firma?
Khelifa: Was die Messe angeht, kann ich den Eindruck meiner Kollegen nur bestärken. Das geht ganz klar in Richtung System-Integration, und das Thema wird immer wichtiger. Und für die Video- und Filmwelt wiederum gewinnt ganz klar der Pro-Audio-Bereich immer mehr an Bedeutung.
Unsere Firma geht nach der Rückkehr von Jim Sides zu Meyer Sound USA nun auch ganz klar weiter in Richtung des Installationsmarktes. Wir haben uns in den letzten Jahren intensiv mit dem Rental-Bereich befasst, und werden unsere Marktanteile im Installationsmarkt weiterhin ausbauen. Mit digitalen Produkten wie D-Mitri und Galileo eröffnen wir ganz andere Möglichkeiten. Wir entwickeln unseren Standort in Montabaur ständig weiter und werden dabei auch weiterhin in qualifiziertes Personal investieren.

Was ist Ihr heißestes Produkt 2011?
Khelifa: Ganz abgesehen vom unserem Markt sehr gut angenommen kleinen und leistungsstarken MINA Line Array sehen wir schon immer unsere Gesamtkompetenz in der Audio-Beschallung als die heißeste Möglichkeit, ein Projekt zu realisieren. Bei den Produkten geht die Richtung auch ganz klar in Richtung digitaler Lösungen, ein bisschen weg von der ausschließlichen Fokussierung auf klassische Lautsprecher-Systemen früherer Jahre.
Haben Sie hier zur Messe schon vorab Termine ausgemacht?
Khelifa: Ich hatte sehr viele Termine schon vorab gemacht, denn sehr viele unserer Kunden sind hier vor Ort, traditionell gerade auch die Kunden aus dem Theater- und Industrie-Bereich, da muss man sich schon vorher abstimmen.
Auf welche Besucher hier auf der Messe können Sie gut verzichten?
Khelifa: Schwer zu sagen, weil man hier ja nicht solche Massen hat wie auf der Prolight + Sound. Generell freue ich mich über jeden Besuch, weil natürlich uns jeder Interessent ganz, ganz wichtig ist - egal ob Kunde oder nicht.
Welchen Stellenwert hat die ISE für Sie im Vergleich zur Prolight + Sound und zur Showtech?
Khelifa: Prolight + Sound ist natürlich ganz klar ein anderes Segment, da haben wir den Pro-Audio-Licht-Bereich in Verbindung mit der Musikmesse. Da hat man halt dieses Rock'nRoll-Gefühl, da ist der Live-Bereich da, der in erster Linie angesprochen wird. Hier haben wir ganz klar den Integratoren-Markt, das ist ein ganz anderes Thema, das ist einfach nicht zu vergleichen.
Auf der Showtech haben wir 2007 ausgestellt, aber das ist nicht so leicht zu sagen, was uns das wirklich bringt, da sind Frankfurt und Amsterdam eindeutig und weit vorn. Wir haben noch nicht endgültig entschieden, was wir dieses Jahr mit der Showtech machen.
Was erwarten Sie geschäftlich vom Jahr 2011?
Khelifa: Wir gehen sehr positiv in das Jahr und rechnen uns gute Chancen aus. Besonderes Augenmerk richten wir 2011 auch auf unser Team, das wir weiter ausbauen wollen und die umfassende Betreuung unserer Partner.
Was halten Sie von der derzeitigen 3-D-Entwicklung?
Khelifa: 3-D ist ein ganz wichtiges Thema, ob es um die Beschallung im Raum geht oder eben die 3-D-Bilder, ein großes Thema, das dem Markt auch neue Impulse gibt. Aus dem Kino-Bereich war einige Zeit zu hören, dass die Kinos Rückgänge zu verzeichnen hatten, weil die Leute daheim immer mehr Spaß mit ihren Systemen hatten: besserer Sound, einen schöneren Fernseher.
Jetzt mit 3-D im Kino ist das natürlich ganz anders. Das macht das Kino wieder interessant, und die Digitalisierung wirkt sich auch drastisch auf den Sound aus. Wir sind ja inzwischen im Kino-Bereich sehr erfolgreich, da unsere Systeme eben tatsächlich in der Lage sind, den Content genau so wiederzugeben, wie er von den Sound-Designern produziert wurde. Das ist ja das ganz große Anliegen von John Meyer, dass auch die Künstler, die das Ganze gemacht haben, mit dem Ergebnis letztlich zufrieden sein können.
Was werden wir hier auf Ihrem Stand in einem Jahr Neues sehen?
Khelifa: Das ist einfach noch ein wenig früh darüber zu sprechen, aber spannend wird es sicher auch nächstes Jahr hier an unserem Stand auf der ISE.
www.meyersound.de

