SHOWTECH Impressionen 2011

Die Messebilanz der SHOWTECH 2011 mit einigen Video-Impressionen.
Vom Bolschoi-Theater bis zum Bühnentechniker aus Melbourne, vom Norwegischen Nationaltheater über Korea bis in die USA: Für drei Tage wurde die SHOWTECH zur internationalen Bühne für die Bühnen der Welt und unterstrich damit eindrucksvoll ihre Rolle als weltweit wichtigstes Forum für die Bühne. Deutliche Zuwächse bei der Zahl der internationalen Fachbesucher, eine spürbar gestiegene Investitionsbereitschaft und der kompetente Dialog von Fachleuten und Kollegen aus aller Welt prägten den Verlauf der diesjährigen SHOWTECH.
„Die SHOWTECH hat ihre Stellung als international führender Treffpunkt ihrer Branchen weiter gefestigt“, so Hans-Joachim Erbel, Geschäftsführer der Reed Exhibitions Deutschland GmbH, des Veranstalters der SHOWTECH.
Mit insgesamt 7.520 Besuchern blieb die SHOWTECH nur knapp unter dem Ergebnis der bisherigen Bestmarke von 2009 (7.813). Einen deutlichen Zuwachs verbuchte die Messe aus dem Ausland. Hier stieg der Anteil der internationalen Messebesucher um fünf Prozent auf jetzt 32 Prozent. Besonders starke Impulse gingen dabei von Skandinavien und Osteuropa aus.

Insgesamt hatten zur diesjährigen SHOWTECH 322 Aussteller aktuelle Trends und Neuheiten für die Bühnen- und Veranstaltungstechnik präsentiert. „Die diesjährige Messe hat gezeigt, dass die Branche die Krise endgültig hinter sich gelassen hat und mit realistischem Optimismus nach vorne blickt“, so Markus Jessberger, Event-Director der SHOWTECH zum Abschluss der Messe.
Das unterstreicht die repräsentative Konjunkturumfrage, die im Rahmen der SHOWTECH regelmäßig erhoben wird. Auch wenn der Himmel über Berlin noch nicht gänzlich wolkenfrei war, hat sich das wirtschaftliche Stimmungsbild in der Branche deutlich aufgehellt. Denn das Branchenbarometer zeigt deutlich nach oben. So erwarten 40 Prozent der befragten Bühnen und Veranstaltungsbetriebe eine positive Entwicklung der konjunkturellen Großwetterlage und ihrer betriebswirtschaftlichen Situation. Zur letzten SHOWTECH – unter dem Eindruck der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise - hatten damit lediglich 18 Prozent gerechnet. Umgekehrt erwarten derzeit nur 19 Prozent der befragten Bühnen und Betriebe eine stagnierende Branchenentwicklung. Vor zwei Jahren hatte dieser Wert noch bei 41 Prozent gelegen. Eine Einschätzung, die auch von den Ausstellern der SHOWTECH gestützt wird. Umfrage-Ergebnissen zufolge erwarten hier 56 Prozent eine „sehr gut“ oder „gute“ mittelfristige Entwicklung, weitere 19 Prozent gehen von einer wenigstens „befriedigenden“ Perspektive aus.
Ein Trend, der sich auch in der deutlich gestiegenen Investitionsbereitschaft widerspiegelt. Nachdem vor zwei Jahren lediglich elf Prozent der Befragten Investitionen in einer Größenordnung von mehr als 200.000 Euro planten, legt dieser Wert aktuell kräftig zu. Gut 28 Prozent der Bühnen und Betriebe planen derzeit Investitionen von über 200.000 Euro. Schwerpunkte sind dabei Projekte und Anschaffungen im Bereich der Bühnentechnik, der Licht- und Projektionstechnik und der Ausstattung.
Sehen Sie in unserem Video einige Impressionen von der SHOWTECH 2011.
Der fachlich versierte Austausch im Kreis der Kollegen – dafür steht die SHOWTECH wie weltweit keine zweite Veranstaltung. Das zeigte auch die 15. Auflage von Messe und Kongress. Die Themen des DTHG-Kongresses, der Tagungen und offenen Foren stießen durchgängig auf sehr große Resonanz.
Das Themenspektrum reichte dabei von der Lichttechnik über die Energie-Effizienz und der neuesten Funkmikrofontechnologie über die Aktionsbühne Sicherheit mit Live-Demonstrationen bis zur Tagung der Kostümschaffenden, die zum dritten Mal von der Gesellschaft für Theaterkostümschaffende veranstaltet wurde und mehr als 300 Teilnehmer anzog.
Der neue Preis: WIZARD für kreativste Bühnentechnik einer Gesamtinszenierung
Mit einem Festakt vor 1.000 Gästen wurde im Rahmen der SHOWTECH NIGHT der erstmals ausgelobte Preis für die kreativste Bühnentechnik in Theater und Event verliehen. Insgesamt 27 namhafte Bühnen und Eventagenturen hatten sich für die von der DTHG und SHOWTECH ausgeschriebene Auszeichnung beworben, neun von ihnen waren im Vorfeld der SHOWTECH nominiert worden.
Als erster Gewinner des WIZARD trug sich das Hessische Staatstheater Wiesbaden mit seinem Bühnenbild für den „Der Barbier von Sevilla“ in die Annalen ein. Für die Inszenierung war die historische Vorderhausfassade im Zuschauersaal abgedeckt und das Bühnenportal im verkleinerten Maßstab nachgebildet worden. Dieses „falsche“ Portal kann sowohl über den Orchestergraben wie auch das Parkett und nach hinten auf die Bühne gekippt werden.
Dazu der DTHG-Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Mittelstädt als Sprecher der Jury: „Die Inszenierung des Regisseurs und Bühnenbildners Michiel Dijkema aus den Niederlanden verkörpert die theatrale Absprache zwischen Publikum und Schauspieler, aber zugleich auch die unterstützende Zauberei der Technik in hervorragender Form und hat absolut verdient den ersten Preis gewonnen.“
Auszeichnungen für den zweiten und dritten Platz gingen an die Bayerische Staatsoper München für die Bühnentechnik der aktuellen Fidelio-Inszenierung und das Theater Kampnagel Hamburg für die Bühnentechnik der Pop-Oper „krrk-krrk – Eine Kammerjäger-Oper“.
Die nächste SHOWTECH findet vom 18. bis 20. Juni 2013 in Berlin statt.
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