Die MP Veranstaltungstechnik GmbH aus Dülmen hat ihren Audiobereich vollständig neu aufgestellt und in L-Acoustics investiert.
MP Veranstaltungstechnik realisiert Veranstaltungen vom Stadtfest über Corporate Events und Messebau bis zu mehrtägigen Festivals mit internationalen Künstlern, darunter das Sunset Beach Festival in Haltern.
Statt den bestehenden Bestand schrittweise zu ergänzen, hat sich der Full-Service-Dienstleister mit 18 Mitarbeitenden für einen kompletten Produktwechsel entschieden und ist auf L-Acoustics umgestiegen.
Zum Investitionsumfang gehören K2 und Kara II Line Sources, KS28-, SB18- und KS21-Subwoofer sowie A15 Focus und A15 Wide, angetrieben von LA12X-Verstärkern in LARAK.
Geliefert wurde das System über den L-Acoustics-Distributor Groh Distribution aus Buchholz in der Nordheide.
Vorausgegangen war dem Wechsel eine klare Bestandsaufnahme: Für einzelne Großveranstaltungen hatte MP in den vergangenen zwei Jahren bereits L-Acoustics zugemietet.
„Wir hatten in der Vergangenheit auch einen namhaften Lautsprecher-Hersteller, aber wir kamen an unsere Grenzen", sagt Klaus Göckener, Geschäftsführer der MP Veranstaltungstechnik GmbH.
„Da haben wir uns Anfang des Jahres im Team zusammengesetzt und überlegt: Was machen wir, welchen Schritt gehen wir? Daraufhin haben wir uns dazu entschieden, in Ton zu investieren – eine größere Summe und einen kompletten Produktwechsel."
In der engeren Auswahl standen am Ende zwei Hersteller.
„Wir haben uns dann für L-Acoustics entschieden und sind mit dieser Entscheidung sehr gut zufrieden", so Göckener. „Wir bereuen da nichts."
Die Investition im Überblick
- L-Acoustics K2
- L-Acoustics Kara II
- L-Acoustics KS28
- L-Acoustics SB18
- L-Acoustics KS21
- L-Acoustics A15 Focus & Wide
- L-Acoustics LA12X
- L-Acoustics LA-RAK
Wie dringend der Bedarf war, zeigte der Zeitplan nach der Auslieferung: Das System ging in den Einsatz, bevor die Cases fertig waren.
Die erste Produktion lief kurz vor Ostern. „Wir bedienen im Münsterland das größte Zeltfestival – da ist ein Teil des Equipments direkt hingefahren", erinnert sich Göckener.
„Freitags ist der LKW hier vorgefahren, und wir haben die Paletten gar nicht ausgepackt – wir haben sie von dem einen LKW direkt auf den anderen umgeladen. Dienstag die Woche darauf haben wir es aufgebaut.", sagt Martin Borgmann, Technische Leitung Audiotechnik bei MP.
Sichtbar wurde der Wechsel auch über die Social-Media-Kanäle des Unternehmens: Die Bilder der angelieferten Paletten verbreiteten sich schnell in der Branche – mit messbarer Wirkung.
„Man merkt relativ schnell, dass Materialanfragen kamen, auch von Firmen, die weiter weg sind und mit denen wir vorher gar keine Berührungspunkte hatten", berichtet Borgmann. „Das macht relativ schnell eine große positive Runde."
Das Kerngeschäft bleibt dennoch die Eigenproduktion: Rund 90 bis 95 Prozent der eigenen Veranstaltungen deckt MP mit eigenem Equipment ab, der Dryhire ist Nebengeschäft.
MP hatte mehrere Hersteller angefragt; zu Groh Distribution bestanden bis dahin keine direkten Kontakte. Ausschlaggebend war neben dem Angebot die Art der Zusammenarbeit.
„Bei anderen Herstellern fragt man etwas an, und eine Woche später kommt schon der erste Anruf: Soll das jetzt was werden?", sagt Göckener. „Wir haben von vornherein signalisiert, dass wir eine Preisabfrage machen – und haben uns nicht unter Druck gesetzt gefühlt, sondern hatten genügend Zeit, uns das zu überlegen."
Aus der Preisabfrage wurden eine zweite und eine dritte Runde – und daraus der Auftrag.

Gruppenbild mit PA-Systemen: Martin Borgmann, Arne Tischoff und Klaus Göckener (Foto: Groh Distribution)
Bewährt hat sich die Zusammenarbeit direkt beim ersten Servicefall. „Bei der Anlieferung hatten wir einen kleinen Servicefall, und der wurde direkt behoben. Wir bekamen Ersatz geliefert, das andere wurde abgeholt – super schnell, unkompliziert, so wie man sich das als Anwender wünscht. Wir haben das in der Vergangenheit auch schon anders erlebt", sagt Göckener. Borgmann fasst es kürzer: „Drei E-Mails schreiben, zwei Fotos schicken – und das Problem ist gelöst."
„MP ist ein Betrieb, der über Jahrzehnte konsequent aus eigener Kraft gewachsen ist und dabei jeden Schritt sauber vorbereitet hat", sagt Arne Tischoff, Sales Manager bei Groh Distribution.
„Genau so ist auch dieser Systemwechsel abgelaufen: ohne Zeitdruck, mit klaren Anforderungen und mit Blick auf den eigenen Veranstaltungskalender. Dass das Material innerhalb weniger Tage auf der ersten Produktion stand, sagt alles über den Bedarf."
Göckener ordnet die Investition in eine längere Entwicklung ein. Die Pandemie habe den Betrieb hart getroffen, ihm rückblickend aber auch etwas gebracht: „
„Wir haben eine bessere Marktakzeptanz bekommen, weil wir in ganz vielen Bereichen unterstützend tätig waren, etwa mit Streaming-Angeboten. Auch die Preis- und Personalpolitik in der Veranstaltungsbranche hat sich gewandelt – zum Positiven", so Göckener.
Das bisherige Markensystem wird nicht in Zahlung gegeben, sondern parallel selbst vermarktet. Ein weiterer Ausbau des Tonbestands ist bereits absehbar, da MP bei Spitzen nach wie vor zumietet.
Personell sucht der Betrieb Verstärkung: Die Grundauslastung deckt MP mit eigenen Kräften ab, in der Hochkonjunkturphase wird mit Freelancern gearbeitet. „Da sind wir offen für neue Freelancerinnen und Freelancer, die Bock haben, mit L-Acoustics zu arbeiten", so Göckener.
Ausgebildet wird in der Firma seit 2009 jedes Jahr, und von den bei MP ausgebildeten Fachkräften sind heute sieben fest im Betrieb angestellt.


