Visionäre Show für Michael Patrick Kelly

28.07.2026

Design-Agentur ST. ROBO entwickelt außergewöhnliches Design für die "Traces" Tour von Michael Patrick Kelly. Mit dabei: Hochwertiges Licht und ein Robo-Spot-System von Robe ...


Die Berliner Design-Agentur ST. ROBO ist für das spektakuläre visuelle Konzept der aktuellen "Traces"-Tournee von Michael Patrick Kelly verantwortlich. In intensiver, partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Künstler entstand ein maßgeschneidertes Bühnenbild, das kreative Höchstleistungen mit den aktuellen wirtschaftlichen Realitäten der Veranstaltungsbranche von heute vereint.

Ein zentraler Erfolgsfaktor der aufwändigen Show-Inszenierung ist der gezielte Einsatz innovativer Scheinwerfertechnologie aus dem Hause Robe.


Visionäre Show-Dramaturgie im Dialog mit dem Künstler

Das visuelle Fundament der aktuellen Tournee basiert auf einer tief gehenden, gewachsenen Kooperation zwischen ST. ROBO und Michael Patrick Kelly.

Seit der ersten Zusammenarbeit bei einem DVD-Dreh im Jahr 2015 hat sich diese kreative Partnerschaft kontinuierlich gefestigt. Die Entstehung des aktuellen Bühnendesigns gleicht einem permanenten, gegenseitigen Austausch weit vor der eigentlichen Produktion.

Nik Evers, Mitgründer von ST. ROBO, beschreibt die intensive Kooperation bei der Designentwicklung: "Man kann es fast als Brainstorming bezeichnen: Der Künstler präsentiert seine Vorstellungen, die er in den nächsten Jahren umsetzen möchte und wohin die Reise gehen soll. Daraufhin stellen wir unsere Ideen dazu vor. Das Ganze geht einige Male hin und her und wird intensiv diskutiert, bis schließlich ein Ergebnis entsteht, das den Inszenierungsideen die richtige Plattform bietet."

 
Michael Patrick Kelly bringt klare inhaltliche Themenwelten und Grundgedanken ein, während das Design-Team diese Impulse aufnimmt und in visuelle Konzepte übersetzt.

Jeder Song einer Show besitzt dabei einen eigenen, tiefen Hintergrund und erfordert somit eine maßgeschneiderte, emotionale Bildsprache.

Dieser Entstehungsprozess der Show zur "Traces" Tour erstreckte sich über einen Zeitraum von rund zehn Monaten. Die erste Phase war durch die reine Konzeption und die technische Fachplanung geprägt. Darauf folgten drei Monate intensiver Arbeit an der konkreten Inszenierungsdramaturgie und der Content-Entwicklung.

 

Konzept und Design von ST. ROBO, Licht von Robe: Michael Patrick Kelly auf Tour (Fotos: Stephan Kwiecinski)

Konzept und Design von ST. ROBO, Licht von Robe: Michael Patrick Kelly auf Tour (Fotos: Stephan Kwiecinski)

 

Der Schattenriss als roter Faden

Ein besonderes stilistisches Merkmal der Inszenierung betrifft die Art und Weise, wie der Künstler die Bühne betritt und verlässt. Die aktuelle Show beginnt und endet mit einem markanten Schattenriss des Musikers.

Diese Stilistik hat sich organisch aus der vorhergehenden "Boats" Tour entwickelt. Dort stand Michael Patrick Kelly zu Beginn ebenfalls als Schatten auf der Bühne.

Während der ersten zwei Songs gab es auf den Hintergründen kein Live-Bild. Erst als eine virtuelle Wand zusammenbrach, wurde das Live-Bild für das Publikum langsam sichtbar.

Michael Patrick Kelly wünschte sich diese spezielle Eröffnungsästhetik ausdrücklich auch für die aktuelle Tour. Auf seinen eigenen Wunsch hin wurde zudem der Abgang am Ende der Show wiederum als Schattenriss gestaltet.

Der gesamte mittlere Showteil ist als festes Timecode-System programmiert, denn dem Künstler ist es sehr wichtig, dass an jedem Abend und in jeder Halle dem Publikum eine gleichbleibende Qualität auf höchstem Niveau geboten wird.


Lebendige Inszenierung

Die Zusammenarbeit zwischen Michael Patrick Kelly und seinen Musikern ist von einem sehr hohen Qualitätsanspruch geprägt. Michael Patrick Kelly legt sehr viel Wert darauf, dass alle Beteiligten jeden Tag die volle Leistung abliefern und bei allen Konzerten dem Publikum das Selbe geboten wird.

Dennoch bleibt die Show lebendig, denn wenn es die Situation ergibt, bricht der Künstler die starre Struktur zwischen den geplanten Songs auf und holt spontan Fans mit persönlichen Geschichten auf die Bühne oder spielt ungeplante Stücke allein an der Akustikgitarre.


Robe liefert Schlüsselelemente im Lichtkonzept

Auch die Ausleuchtung des Künstlers und seiner Band ist detailliert durchdacht. Neben Vorderlicht werden die Musiker teils klassisch von hinten angestrahlt, teils über flache Scheinwerfer vom Boden aus seitlich in Szene gesetzt. Für die gezielte Verfolgung einzelner Bandmitglieder vertrauen die Designer auf dieser und vielen anderen ihrer Produktionen auf das Verfolgersystem von Robe.

Beim Lichtdesign setzt Nik Evers auf höchste Qualität und kompromisslose Funktionalität. Die Scheinwerfer von Robe nehmen im Lichtkonzept eine tragende Rolle ein und erweisen sich in Kernbereichen als unverzichtbar.

Bezüglich der hohen Qualitätsansprüche an die Scheinwerfer und der Marktstellung von Robe erklärt der Lichtdesigner: "Robe ist in vielen Bereichen unsere bevorzugte Wahl: Da ist natürlich ganz klar der hochqualitative Spot-Bereich, also von Follow-Spot über Spotlampen in der L- und XL-Klasse.


Im Lichstrom-Bereich von 30.000 bis 40.000 liefert Robe einfach eine Qualität, die wir gerne nutzen. Allein das Robo-Spot-System als solches ist nach meiner Einschätzung nach wie vor relativ alternativlos, wenn es halbautomatische Verfolgeranwendungen geht.“


Für die kraftvollen Rocknummern im Set kommen Robe LTL-Scheinwerfer zum Einsatz. Über die spezifische Funktion dieser Scheinwerfer während der Live-Show äußert sich Evers:

"Die LTLs haben einen sehr schönen Lichtaustritt. Durch die große Frontlinse haben sie einen der Größe der Bühne angepassten Strahl mit hoher Lichtenergie. Ich setzte sie sehr gerne bei den Rocksongs ein, bei denen ein Beam-Look gefragt ist."


Am Bühnenboden setzt ST. ROBO zudem auf Robe Tetra X. Die Wahl fiel bewusst auf dieses System, da eine extrem flache Bauform mit präziser Pan-Tilt-Steuerung benötigt wurde, um die Musiker unauffällig, aber hochdynamisch von der Seite anzustrahlen.

Ergänzt wird das Lichtsystem durch GLP X5-Bars oberhalb und unterhalb der großen LED-Wand. Diese linearen Systeme strahlen mit einem offenen Zoom direkt in das Publikum und erzeugen eine Brillanz, die die enorme Strahlkraft der LED-Wand perfekt ausbalanciert.


Die visuelle Welt

 

Konzept und Design von ST. ROBO, Licht von Robe: Michael Patrick Kelly auf Tour (Fotos: Stephan Kwiecinski)


Das unübersehbare Kernelement des Bühnenaufbaus ist eine riesige, gekurvte LED-Wand. S
ie dient dazu, dynamische visuelle Welten zu erschaffen, die unter anderem aus dem Cover-Design des aktuellen Albums "Traces" abgeleitet sind.

Um dieses visuelle Erlebnis für das Publikum harmonisch zu gestalten, verzichtet ST. ROBO bewusst auf klassische, separat abgesetzte Bilder. Stattdessen investierte das Team viel Arbeit in eine nahtlose Einbettung des Live-Kamerabildes direkt in den digitalen Content.

Es gibt keine harten Schnitte zwischen dem Live-Bild des Künstlers und den virtuellen Hintergründen. Diese detailreiche Integration muss bei jeder Show individuell an die jeweiligen Hallen-Eigenschaften und Kamera-Achsen angepasst werden.

Ein weiteres Highlight der Show-Inszenierung bildet ein dreiseitig mit LED-Flächen bestückter Video-Würfel im Zentrum der Bühne. Dieses Hubpodest ermöglicht eine außergewöhnliche räumliche Platzierung des Künstlers.

"Michael Patrick Kelly wünscht sich für bestimmte Songs eine völlig veränderte Bühnenpräsenz", so Evers.


"Bei dem Song 'Lazarus' erweist sich dieses Element als essenziell für die gesamte Dramaturgie. Der Künstler kann auf dem hochgefahrenen Würfel liegen und ein Bein über die Kante baumeln lassen.


Durch die erhöhte Position des Podests ist er auch in der liegenden Position der zentrale Punkt im Bühnenbild. Bei anderen Stücken steht er auf dem Würfel, um komplett mit der projizierten Content-Welt zu verschmelzen und eine ganz eigene Bühnenästhetik zu erzeugen."


Auch thematisch hebt sich jeder Song visuell ab. Während bei einigen Liedern die "Traces"-Welt mit einem markanten Baum im Vordergrund steht, bricht das Design bei anderen Stücken komplett mit diesem Stil. Für einen Song über das historische Amerika werden alte Bilder aus der Gründerzeit genutzt.

Um diese nicht bloß plakativ als Video abzuspielen, projiziert das System die historischen Aufnahmen auf eine virtuelle Freiheitsstatue, die als dreidimensionales Element im digitalen Raum animiert wird.

Nach anderthalbwöchigen musikalischen Proben mit der Band reichten dank der exakten Vorbereitung aller technischen und visuellen Gewerke vier Tage Produktionsproben aus, um der ambitionierten Show den finalen Schliff zu geben.

Neben Nik Evers gehörten außerdem zum Team: Philip Hillers (ST. ROBO, Stagedesign/Content), Markus Eibl (ST. ROBO, Producing), Torben Lehmann (FOH Licht), Justus Pannek (FOH Content und Bimi), Jan-Niclas Pape (Server und MA System) sowie Lars Falkner (Licht TL).

Insgesamt kamen von Robe 86 Esprite LTL, 10 Tetra X und 4 Forte LTX FS zum Einsatz.