„The World of Hans Zimmer“-Arena-Tour

05.11.2026

Lichtdesigner Andy Kisters setzt bei der „The World of Hans Zimmer“-Arena-Tour auf eine ETC Tour Hog als Lichtkonsole.


Große Emotionen, monumentale Klangwelten und legendäre Bilder in Breitwandformat: Die Produktion „The World of Hans Zimmer“ bringt seit 2018 die Filmmusik des Oscar-prämierten Komponisten (u.a. „Pirates of the Caribbean“, „Dune“, „Gladiator“) als audiovisuelles Gesamtwerkt auf die großen Bühnen der Welt.

 

Kurz vor dem Hans-Zimmer-Gesamtkunstwerk: Andy Kisters Arbeitsplatz in der Münchner Olympiahalle (Foto: ETC)

Kurz vor dem Hans-Zimmer-Gesamtkunstwerk: Andy Kisters Arbeitsplatz in der Münchner Olympiahalle (Foto: ETC)


Für das Lichtdesign der aktuellen „New Dimension“-Arena-Tour ist erneut Andy Kisters verantwortlich
– und setzt dabei auf eine ETC Tour Hog-Konsole.

Schon die erste Tour 2018 programmierte und produzierte er auf einer Hog 4. Bei dieser Ausgabe kommt jetzt erstmals eine Hog der jüngsten Generation, eine Tour Hog, zum Einsatz.

Die Umstellung auf die neueste Hog-Generation verlief laut Kisters völlig problemlos: „Das hat hervorragend funktioniert, die Konsole lief von Anfang an.“

Und das jederzeit fehlerfrei: „Obwohl das Pult hier viel zu verarbeiten hat, hat es noch keinen einzigen Ruckler oder gar Aussetzer gegeben. Die Tour Hog ist für mich eine Bank.“

 

Andy Kisters: „Mit der Hog kann ich meine gestalterischen Ideen schnell umsetzen“ (Foto: Andy Kisters)

Andy Kisters: „Mit der Hog kann ich meine gestalterischen Ideen schnell umsetzen“ (Foto: Andy Kisters)


Als besondere Herausforderung der Produktion nennt Kisters „die musikalische Vielfalt.“
Im Gegensatz zu vielen Rock- und Pop-Songs folgen die Werke des erfolgreichen Hollywood-Komponisten nicht herkömmlichen Songstrukturen:

Sie erzählen Geschichten und sind mitunter zwölf Minuten lange, hochkomplexe Mini-Epen. Das Lichtdesign, das Kisters bereits für die erste Tour entwickelt und jetzt für die neue Tour angepasst hat, soll die musikalischen Spannungsbögen unterstreichen. Mal opulent, mal reduziert.

„Bei dieser Produktion soll das Licht nicht permanent im Vordergrund stehen“, sagt Andy Kisters, „es gibt gewaltige, spektakuläre Momente, aber auch sehr intime Szenen, in denen wir das Licht zurücknehmen und nur gezielte Akzente setzen. Dieser Wechsel zwischen Größe und Intimität macht die Produktion für mich so spannend.“


Hinzu kommt, dass die Lichtinszenierung nicht nur auf die Klänge von Band und Orchester eingeht, sondern auch auf den LED-Wänden gezeigten Videocontent abgestimmt sein muss.

„Auch hier soll das Licht keinesfalls von den gezeigten Filmausschnitten ablenken, die Leute wollen die Szenen der berühmten Hollywoodfilme ja schließlich sehen.“

 

Komplexe Mini-Epen: Die Musik von Hans Zimmer unterscheidet sich deutlich von Rock- und Pop-Songs (Foto: ETC)

Komplexe Mini-Epen: Die Musik von Hans Zimmer unterscheidet sich deutlich von Rock- und Pop-Songs (Foto: ETC)


Ein Großteil der Arbeit erledigte Kisters bereits im Vorfeld der Tournee
– bei der Programmierung. Kein Wunder, denn: „Es gibt Songs mit mehr als 100 Cues“, sagt er, „da habe ich schon mal einen ganzen Tag an einem einzigen Song gearbeitet.“

Die meisten Cues sind vorprogrammiert, nur bei verschiedenen Breaks drücke sie Kisters live.

„Der Puls der Show ist allerdings der Timecode“, sagt der routinierte Lichtdesigner, „alle Musiker, das ganze Orchester richten sich danach. Nicht zuletzt, da in manchen Passagen auch Musikzuspielungen nötig sind. Ohne Timecode wäre die Show nicht zu realisieren.“


Mit seiner neuen Tour Hog hat sich Kisters nicht nur auf Anhieb angefreundet. Er hat auch schnell die Vorzüge und Weiterentwicklungen der aktuellen Konsolengeneration zu schätzen gelernt. Eines der vielen Hog-typischen Features, die ihn begeistern, ist das Pixelmapping:

„Kleines Beispiel“, sagt er, „in den Orchesterpodesten sind rund 400 Meter LED-Strips eingearbeitet, um unterschiedliche Lauflicht- und Bewegungseffekte zu realisieren. Das hätte man sonst aufwendig von Hand programmieren müssen. Mit dem Pixelmapping konnte ich das einfach und schnell umsetzen.“


An das neue Dashboard musste sich Kisters zunächst etwas gewöhnen, jetzt aber will er es nicht mehr missen: „Man kann damit viel effizienter arbeiten. Das ist gegenüber der letzten Hog-Version noch einmal ein deutlicher Schritt nach vorne.“

Unabhängig von der jeweiligen Konsolengeneration ist die Hog für Kisters mehr als ein lichttechnisches Werkzeug:

„Sie ist auch ein kreatives Instrument, das man – wie ein Musikinstrument – beherrschen muss", so Kisters.

 

"Mit der Hog kann ich meine gestalterischen Ideen immer schnell und unkompliziert umsetzen. Deshalb bleibt sie für mich auch meine erste Wahl.“

 

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